Der FREI DAY ist ein Lernformat von Schule im Aufbruch.

ZukunftsDay startet in die zweite Runde

Am 9. März trafen sich an der Nordstadtschule in Pforzheim die Schulen des neuen ZukunftsDay-Jahrgangs zu einem ganztägigen Netzwerktreffen. 20 der 22 teilnehmenden Schulen waren vertreten – ein starkes Signal für den gemeinsamen Aufbruch. Ergänzt wurde die Runde durch erfahrene ZukunftsDay-Schulen aus dem letzten Jahrgang sowie durch FREI DAY-Schulen aus Baden-Württemberg, die nicht Teil des Programms sind, ihre Erfahrungen aber gerne teilen.

Schon beim Ankommen war spürbar: Hier geht es nicht nur um ein neues Lernformat, sondern um eine gemeinsame Bewegung. Eine Bewegung, die Schulen miteinander verbindet, die sich auf den Weg machen – oder bereits gemacht haben.

Ein besonderer Impuls kam von Markus Teibrich von der Initiative „Herausforderung – einfach machen“. In seiner Keynote zur Lernbegleitung machte er deutlich, wie sehr sich die Rolle von Lehrkräften im FREI DAY verändert: weg von der klassischen Wissensvermittlung, hin zu einer Begleitung, die Selbstwirksamkeit, Verantwortung und echte Lernprozesse ermöglicht. Viele Teilnehmende nahmen aus diesem Vortrag konkrete Ideen und gleichzeitig neue Perspektiven auf ihre eigene Rolle mit.

Im Anschluss wurde intensiv gearbeitet, vernetzt und ausgetauscht. Besonders wertvoll war die schulartenspezifische Vernetzung zwischen neuen und bereits erfahrenen ZukunftsDay-Schulen, die in den FREI DAY starten. Hier trafen konkrete Fragen auf gelebte Praxis – und genau daraus entstanden die Gespräche, die Mut machen und Orientierung geben.

Wie nachhaltig dieses Treffen gewirkt hat, zeigt sich aktuell in den Zielgesprächen, die mit allen 22 neuen ZukunftsDay-Schulen geführt werden – darunter in diesem Jahr erstmals auch berufliche Schulen. Immer wieder berichten die Teams, wie empowernd der Tag in Pforzheim war.

„Es war so hilfreich, sich mit Kolleg*innen anderer Schulen in Baden-Württemberg zu vernetzen, die sich auch auf den Weg machen oder schon gemacht haben“, beschreibt es eines der Teams. Und eine andere Stimme bringt es auf den Punkt: „Endlich hat mal etwas, das von oben kommt, so richtig gepasst.“

Damit wird deutlich, was das ZukunftsDay-Programm besonders macht: Die Kooperation zwischen dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und Schule im Aufbruch. Diese gemeinsame Verantwortung schafft Vertrauen – und gibt Schulen die Sicherheit, neue Wege zu gehen. Für viele ist genau das der entscheidende Impuls gewesen, das Freiraum-Lernformat einzuführen.

Beeindruckend ist dabei auch, mit wie viel Engagement die Schulen bereits gestartet sind. In den Gesprächen wird sichtbar, wie intensiv geplant, vorbereitet und gestaltet wurde – oft weit über das hinaus, was von außen sichtbar ist. Der FREI DAY beginnt hier nicht erst im Stundenplan, sondern lange vorher in Haltung, Teamarbeit und gemeinsamer Vision.

Und der nächste Schritt steht schon bevor: In der kommenden Woche startet das Begleitprogramm mit dem ersten digitalen Werkraum zum Thema „Strukturen am FREI DAY“. Hier geht es darum, die vielen Ideen in tragfähige schulische Konzepte zu übersetzen – damit aus Aufbruch nachhaltige Praxis wird.

Der Anfang ist gemacht. Und er macht Lust auf mehr.

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