Der FREI DAY ist ein Lernformat von Schule im Aufbruch.

Von Wissensvermittlung zur Lernbegleitung

Warum brauchen wir überhaupt eine neue Definition der Lehrkräfte-Rolle? Am FREI DAY geht es darum, dass Schüler*innen Zukunftskompetenzen wie Kollaboration, kritisches Denken und Empathie erwerben und sich selbst als wirksame Gestalter*innen der Welt erleben. Damit das gelingt, braucht es eine aktive Begleitung, die weit über klassische Instruktion hinausgeht.

In der Fortbildung haben wir die acht Handlungsfelder der Lernbegleitung erkundet, darunter Handlungsfelder wie:

Eine Übersicht über die acht Handlungsfelder findest du hier.

Systemische Fragen als Hebel

Im zweiten Teil des Seminars lernten die Teams mit systemische Fragetechniken ein Werkzeug kennen, das beim Gegenüber echte Perspektivwechsel anstößt. In einer praktischen Übungen wurden diese erprobt:

Wenn es im FREI DAY-Alltag knifflig wird

In der anschließenden Praxiswerkstatt wurde es ganz konkret. Die Teams arbeiteten an realitätsnahen Dilemmata, die wohl jeder FREI DAY-Lernbegleitung vertraut sind: Wie fängt man den „Frontalunterricht-Blues“ auf, wenn Schüler*innen durch die plötzliche Freiheit verunsichert sind und sich den „normalen“ Unterricht zurückwünschen? Und wie löst man eine akute „Orientierungs-Blockade“, wenn eine Gruppe sich vor lauter sprudelnden Ideen nur noch im Kreis dreht?

Die Fortbildung hat deutlich gezeigt: Lernbegleitung ist ein Handwerk, das man gemeinsam lernen, ausprobieren und verfeinern kann. Die Teams gehen nun mit konkreten Praxisimpulsen zurück in die Planung ihres FREI DAYs, im Herbst findet dann der zweite Fortbildungsteil statt, wenn die Teams erste Praxiserfahrungen gesammelt haben. Wir danken der Evangelischen Schulstiftung in der EKD sowie der Schulstiftung der EKBO, die diese Fortbildung im Rahmen des einjährigen Begleitprogramms für Evangelische Schulen ermöglicht haben.