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Der FREI DAY für alle – im Nationalen Aktionsplan

Der FREI DAY leitet sich aus den Forderungen und Empfehlungen im Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung ab.

Der FREI DAY ist ein wirksames Element für den Whole School Approach: er ist strukturell verankert, schafft Bildungslandschaften, hat Partizipation als Wesenskern. Durch Musterbrüche und die strukturelle Verankerung für ALLE hat er wirksames Transformationspotenzial und befördert die Schulentwicklung im Sinne des Whole School Approach.

 Mit dem FREI DAY bekommt die Forderung von nach unverzweckten FREI-Räumen eine konkrete Antwort und wird damit fassbar und umsetzbar – sowohl pädagogisch konzeptionell als auch alltagsbezogen operativ.

Nachhaltig leben lernen beginnt in der eigenen Schule – in Bezug auf Ernährung, Energie, Materialien, Konsum, Abfall, Mobilität, Geländegestaltung. Zum Beispiel sind Schüler aktiv als Energiedetektive, etablieren Klimaräte, nehmen Teil am fifty/fifty Programm, beschließen auf ihrer Kinderkonferenz, dass sie eine müllfreie Schule ohne Plastik wollen, legen los und tragen das Thema in die Familien. Eine Schule nimmt das Verkehrsaufkommen kritisch unter die Lupe und gründet eine Mitfahrzentrale für Fahrgemeinschaften. Kinder kreieren Fußgängerwettbewerbe und 

erreichen, dass fast die gesamte Schülerschaft auf Elterntaxis verzichtet. Bäume für Klimagerechtigkeit werden mit Plant-for-the-Planet gepflanzt. Das SV-Bildungswerk bildet Jugendliche zu Klima-Botschaftern aus, die dann an Schulen Workshops durchführen und konkrete Klimaschutzideen erarbeiten. Schulen wirken auch in die Kommune hinein. Beispielsweise betreiben sie mit selbst erzeugter Energie eine E-Bike-Ladestation, die Beleuchtung eines örtlichen Radweges und eines Fahrradparkhauses. Andere überzeugen ihre Stadtverwaltung davon, Schulen auf Ökostrom umzustellen.Schüler*innen sitzen in der Bürgersprechstunde und führen mit Besuchern den ökologischen Fußabdruck durch, gestalten einen Energieparcour, eröffnen ein Energieberatungsbüro oder ein Repair-Cafe, führen Klima-Wochen in ihrer Stadt ein.

Andere entdecken das Theater als Ort des öffentlichen Diskurses und etablieren monatliche Zukunfts-Salons, organisieren Straßentheater, Filmabende, und laden Menschen mit Botschaften oder For-Future-Aktivisten ein.

All das sind erfolgreiche Beispiele dafür, was an unseren Schulen möglich ist. Es ist fantastisch, was Kinder und Jugendliche auf die Beine stellen, wenn wir es ihnen zutrauen, zumuten und ihnen die Räume geben.

Doch oft hängt das Aktivwerden noch von einzelnen Lehrkräften ab oder ist beschränkt auf bestimmte Settings wie Schülerfirmen, AGs, Projektwochen. 

Autor*in

Margret Rasfeld

Margret Rasfeld ist Gründerin von Schule im Aufbruch und Initiatorin des FREI DAYs. Als ehemalige Schulleiterin macht sie heute Schulen Mut, in den Aufbruch zu gehen.

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