Erfahrungsbericht
Der GLOBAL GOALS Kurs an der KGS Pattensen
An der “Ernst-Reuter-Schule” - eine KGS in Pattensen - können Schüler*innen des 9. und 10. Jahrgangs seit vier Jahren den “Global Goals Kurs” als Teil des Profilunterrichts wählen. Dabei steht, genau wie beim FREI DAY, eine zukunftsbezogene Projektarbeit im Fokus, bei der die Schüler*innen ihre eigenen Ideen umsetzen.

Ein Artikel von Laura Blum

An der “Ernst-Reuter-Schule” – eine KGS in Pattensen – können Schüler*innen des 9. und 10. Jahrgangs seit vier Jahren den “Global Goals Kurs” als Teil des Profilunterrichts wählen. Dabei steht, genau wie beim FREI DAY, eine zukunftsbezogene Projektarbeit im Fokus, bei der die Schüler*innen ihre eigenen Ideen umsetzen. Als eines der Angebote für den Profilunterricht wird der Global Goals Kurs jedoch benotet.

Die Kursleiterin Lara-Maria Schiller erzählt von ihrer ganz persönlichen Motivation für das Thema BNE und berichtet wie selbstständige Projektarbeit unter Distanz-Bedingungen aussehen kann. Wir erfahren von ihr, dass viele Projekte an der KGS in den letzten Jahren vornehmlich durch Kooperationen mit außerschulischen Akteur*innen ermöglicht wurden.

Moin Lara! Wie schön, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch nimmst. Ich habe schon erfahren, dass du die Leiterin von dem Global Goals Kurs bei euch an der Schule bist und auch eine BNE-Multiplikator*innen-Ausbildung gemacht hast. Erstmal würde mich interessieren, was dich dazu bewegt hat, in dieser Richtung aktiv zu werden.

Schon während des Studiums war ich in unterschiedlichsten Ländern und habe dort als Lehrerin gearbeitet, beispielsweise in Windhoek in Namibia oder dann vor dem Referendariat in Trujillo in Peru. Dabei habe ich so viel erlebt und gesehen und das möchte ich unseren Schülern auch weitergeben.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass unseren Schülern gar nicht bewusst ist, wie gut es ihnen geht. Es ist mir einfach wichtig, das den Schülern nahezubringen. Deswegen habe ich angefangen mit BNE und Global Goals. Gerade die Global Goals sind Ziele, hinter denen ich persönlich auch total stehe. Nach und nach kam dann immer mehr zusammen. Wenn man einmal drin ist im Nachhaltigkeits-Strudel, kommt man da auch nicht mehr so schnell raus (lacht).

Und der Global Goals Kurs, was ist das? Was kann ich mir darunter vorstellen?

Den haben wir immer mittwochs die ersten vier Stunden am Stück. Das ist uns ganz wichtig, damit die Schüler projektartig arbeiten können, weil man in zwei Stunden kaum etwas schafft. Der Global Goals Kurs ist Teil vom Profilunterricht, den man in Jahrgang 9 über zwei Jahre wählt. So können auch langfristige Projekte entstehen.

Ganz am Anfang schauen wir erstmal: Was sind die Global Goals überhaupt? Welche Ziele gibt es? Was stellt ihr euch darunter vor? Was sind denn für euch wichtige Ziele? Dann gucken wir uns Projekte an und schauen, was es für große und kleine Projekte bezüglich der Global Goals bereits gibt und wie wir persönlich die Global Goals umsetzen können etc. Das ist so die Einführungsphase in dem Kurs.

Danach bilden die Schüler Gruppen, sie dürfen aber auch alleine arbeiten, je nachdem – da sind sie völlig frei. Dann suchen sie sich ein Global Goal aus und entwickeln dazu ein eigenes Projekt.

Das Ganze haben wir nun bereits seit 4 Jahren und das Coole ist, dass die Projekte, die von dem letzten Global Goals Kurs angefangen wurden, immer an den nächsten Kurs übergeben werden, sodass die jahrelang laufen können. So hat man dann zum einen meistens ein übergebenes Projekt und zum anderen ein eigenes, was man selbst initiiert. 

Kurz nochmal zum Verständnis: Profilunterricht heißt, dass die Schüler*innen sich in einem Wahlpflichtbereich auf etwas spezialisieren und dabei zwischen verschiedenen Angeboten wählen können?

Ja, genau, Global Goals ist ein Angebot davon. Wir haben allerdings versucht, an unserer Schule nur nachhaltigkeitsbezogene Profile anzubieten. Beispielsweise gibt es auch ein naturwissenschaftliches Profil, wo es z.B. darum geht, Kleber aus Bananen herzustellen. Oder ein anderes Profil nennt sich HolzWERK. Da machen sie aus altem Holz Möbel für die Schule.

Das ist ja klasse, dass ihr projektartiges Arbeiten an zukunftsbezogenen Themen, wie es auch beim FREI DAY stattfindet, bereits so lange als festen Unterrichtsbestandteil integriert habt!

Ja, auf jeden Fall! Es gibt auch, denke ich, keine großartigen Unterschiede zum FREI DAY. Unsere Themen sind genauso mit den Global Goals verbunden und die Schüler realisieren ihre eigenen Projekte. Das einzige, was ich ein bisschen schade finde und was auch ein Unterschied ist, ist, dass nicht alle diesen Global Goals Kurs machen. Für mich persönlich wäre das schon toll, wenn alle durch das Global Goals Profil müssten. Aber wie gesagt, die anderen Profile haben mittlerweile auch alle einen Bezug zu Nachhaltigkeit.

Außerdem muss im Rahmen des Profilunterrichts am Ende eine Bewertung stattfinden. Ich finde es, ehrlich gesagt, ein bisschen schwierig, auf Engagement eine Note zu geben. Das ist eigentlich unnötig; aber das müssen wir in diesem Kontext. Andererseits hatte ich zum Glück noch nicht den Fall, dass ich eine schlecht Note vergeben musste; wirklich noch nie. Ich mache das jetzt seit 4 Jahren und ich hatte noch nie jemanden im Kurs, der das nicht gerne gemacht hat. 

Was nimmst du denn dann als Bewertungsgrundlage?

Ich persönlich mache es so, dass sie eine Art Tagebuch schreiben und eine Selbstreflexion. Am Anfang müssen sie eine Projektskizze machen und sagen: Was wollen sie erreichen? Wie wollen sie das erreichen? Wie ist das genau geplant? Wie ist der zeitliche Ablauf ungefähr? Meistens funktioniert es ja sowieso nie so, wie man es plant. Aber daraus lernen sie natürlich. Und das will ich eben auch: Es darf auch mal etwas schief gehen! Zum Schluss machen sie dann noch eine Reflexion.

Was für Projekte sind denn eigentlich bisher entstanden in dem Kontext?

Das sind ganz schön viele (lacht)! Aber ich erzähle dir einfach von denen, die mir jetzt so spontan einfallen. Beispielsweise haben wir einen Schulwald gepflanzt. Das war total toll! Die Aktion stand unter dem Motto “1.000 Schüler, 1.000 Bäume”. Und die Schüler haben das komplett alleine organisiert. An dem Tag gab es sogar ein Catering und unterschiedliche Spielaktionen zu den Global Goals. Das war eine richtig tolle Schul-Aktion und alle Klassen haben ihre Bäume gepflanzt.

Der nächste Kurs hat das dann weitergeführt: Der hat eine Unkraut-Aktion gemacht mit einem Slalom durch die Bäume durch und das wurde zum Beispiel auch im Sportunterricht integriert. Jetzt wachsen die Bäume erst mal – mal gucken wann es dann ein richtiger Wald ist.

Außerdem haben die Schüler eine Art Nachhilfe-Projekt gestartet in Kooperation mit der Grundschule hier. Da sind die Grundschulkinder nachmittags in unsere Schule gekommen. Das war auch super, weil die sich dann schon mal die weiterführende Schule angucken konnten und sich schon auskannten und Schüler kannten, als sie dann in die fünfte Klasse gekommen sind.

Was mich daran sehr beeindruckt hat, war, dass die Schüler das in ihrer Freizeit gemacht haben: Mittwochs haben wir ja die ersten 4 Stunden Global Goals und dann sind sie mittwochs, die 7. und 8. Stunde, zwei Stunden länger geblieben, um Nachhilfe zu geben. Das finde ich schon echt bemerkenswert!

Wir haben auch einige Kooperationen beispielsweise zu Altenheimen. Das ist momentan ein bisschen schwieriger, aber aktuell führen wir da eine Brieffreundschaft. Vorher haben wir mit denen gebastelt, Lieder gesungen oder Bingo gespielt.

Einige Schüler haben auch eine Gassigeh-Aktion gemacht und Aushänge gemacht. Die Pattenser konnten sich dann bei den Schülern melden und die sind dann mit den Hunden raus gegangen. So haben sie auch Connections zu älteren Leuten in der Stadt bekommen.

Was auch ganz cool ist, ist, dass die Schüler ganz eng zusammenarbeiten mit der Stadt Pattensen, also mit der Verwaltung. Am Anfang war das noch komisch, dann hieß es: „Ja, gib mir mal deine Lehrerin.“ Mittlerweile wissen die von der Stadtverwaltung schon Bescheid, dass das grob mit mir abgesprochen ist, aber die Schüler selbst in der Verwaltung anrufen und nach Fördermöglichkeiten fragen o.Ä.

Beispielsweise hatten wir jetzt ein gemeinsames Projekt: Es gab ein paar Müllplätze in Pattensen, wo Jugendliche geraucht haben und ihren Müll hinterlassen haben. Da wurden jetzt Schilder aufgestellt in Kooperation mit der Stadt. Oder es gab auch Fahrrad-Challenges, bei denen Verwaltung und Schule gegeneinander angetreten sind. Das ist schon echt cool!

Wo du gerade schon Kooperationspartnerschaften angesprochen hast: Gibt es noch weitere Kooperationspartner*innen, mit denen ihr eng zusammenarbeitet?

Ja, zum Beispiel örtliche Betriebe, beispielsweise eine Holzwerkstatt. Da bauen wir gerade einen Baum, an den wir Jutebeutel hängen für die Supermärkte, damit keine Plastiktaschen mehr genutzt werden. Außerdem haben wir eine Kooperation mit einem Biobauernhof, wo die Schüler Kartoffeln ernten, Eier sortieren, solche Sachen.

Mit dem Rewe-Center machen wir auch ganz viel zusammen. Der Besitzer setzt sich auch für Fair-Trade und Ähnliches ein. Zum Beispiel machen wir oft Spendenläufe und er sponsert dann für den Tag Wassermelonen und Äpfel oder so. Darüber hinaus arbeiten wir auch ganz viel mit den Grünen aus der Stadt Pattensen zusammen und wie gesagt, mit allen Kindergärten, mit den beiden Altenheimen,…

Bei einmaligen Projekten und Aktionen haben wir auch kürzere Kooperationen beispielsweise mit der Kinder-Krebsstation von der MHH in Hannover, also der Medizinischen Hochschule. Dort haben wir dann einen Spiele-Nachmittag gemacht. Aber in Pattensen selbst haben wir eben mit vielen Ortsansässigen langfristige Kooperationen aufgebaut.

Das ist auch total wichtig, weil der Global Goals Unterricht meiner Meinung nach nicht im Klassenraum stattfinden muss. Die Schüler sind eigentlich immer unterwegs. Ich warte dann im Klassenraum und bin natürlich immer über’s Handy erreichbar. Mal bin ich auch im Altenheim, mal bin ich da, mal bin ich da. 

Aber in der Regel bin ich immer für alle erreichbar und eine Art Ansprechpartnerin bei Problemen. Wenn alles läuft, dann kann es auch sein, dass ich drei Wochen von einer Gruppe nichts höre. Aber dann weiß ich auch, dass alles gut ist. Manchmal geben sie mir dann auch nur schnell Bescheid, dass sie gut angekommen sind. Dann ist das auch gut – ganz unkompliziert.

Das klingt auch nach einer veränderten Lehrer*innenrolle. Was sind da für dich prägnante Veränderungen, die du mit dem Global Goals Kurs erlebt hast?

Abgesehen vom Anfang gehe ich ohne Planung in diesen Kurs. Klar, diese inhaltliche Ebene „Was sind die Global Goals? Wie funktionieren Projekte? Wie plane ich Projekte?“ habe ich natürlich vorbereitet. Das geht nicht unvorbereitet, dazu müssen die Kinder schon ein bisschen Input bekommen.

Aber sobald sie in dieses selbstständige Arbeiten gehen – in die Projekte – habe ich eigentlich nichts mehr zu melden. Ich gehe dann wirklich völlig frei in diese Stunden. Und was vielleicht als Lehrer ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist am Anfang: Ich rede ihnen nicht rein. Auch wenn ich merke, dass ein Projekt nicht funktioniert. Dann versuche ich mich rauszuhalten und die Schüler ihre Erfahrungen machen zu lassen, weil ich glaube, dass es ganz wichtig ist, auch mal Fehler zu machen und daraus zu lernen.

Einen Aspekt, den ich dabei auch sehr wichtig finde: Wir haben nicht alle die gleichen Interessen. Selbst wenn ein Projekt nicht meinen persönlichen Interessen entspricht oder vielleicht schwer umsetzbar ist, lasse ich die Schüler an ihrem Projekt arbeiten. Ich rede ihnen da nicht rein – sie machen ihr Projekt, so wie sie es wollen. Dabei sind sie, denke ich, auch automatisch viel motivierter und lernen mehr daraus.

Auch bei Konflikten innerhalb der Gruppe versuche ich mich erst mal zurückzuziehen, rauszuhalten, eher zu beobachten, vielleicht die unterschiedlichen Positionen mir schildern zu lassen. Aber ich versuche zunächst nicht zu vermitteln. Also ganz anders als man es aus dem normalen Unterricht kennt. Ich nehme mich da echt zurück, sodass die Schüler das für sich klären können.

Wie sieht denn der Global Goals Kurs aktuell unter Distanz-Bedingungen aus?

Ja, es ist natürlich schwieriger, das ist klar, es ist nicht das Gleiche. Aber letztlich liefen die Unterrichtsstunden – bis zu den Winterferien – genauso ab wie vorher. Momentan ist der Profilunterricht durch das Szenario C in Niedersachsen ja komplett gestoppt. Ich hoffe, ab Februar geht es dann irgendwann wieder weiter.

Aber im letzten Jahr – vom Sommer bis zu den Winterferien – haben wir den Global Goals Kurs über Videokonferenzen gemacht. Am Anfang der Stunde habe ich alle zugeschaltet. Es ist sowieso so, dass wir am Anfang immer ein Sitzkreis machen und jede Gruppe berichtet: Was ist der Plan für heute? Was sind unsere Ziele – große Ziele und kleine Ziele? Was haben wir die letzten Stunden geschafft? Das ist so die Einführung, damit ich und die Schüler einen Überblick haben. Das funktioniert ja digital genauso gut wie in Präsenz. 

Danach bin ich online geblieben und teilweise haben die Schüler in Breakout-Rooms weitergearbeitet oder sie haben sich draußen getroffen – je nachdem, was für ein Projekt das war. Damals ging das noch, da durfte man sich noch mit mehreren treffen. Am Ende der Stunde haben wir wieder alle an der Videokonferenz teilgenommen und haben erzählt, was geschafft wurde und was nicht. 

Einige Projekte mussten natürlich umgestellt werden. Wir konnten z.B. nicht mehr ins Altenheim, das Nachhilfe-Projekt ging auch nicht mehr und eine Durchmischung der unterschiedlichen Klassen war auch nicht mehr möglich. Das hat schon etwas eingeschränkt, aber digital ging dann eben auch viel – auch mit Externen. 

Beispielsweise hatten wir Kontakt zur TUI-Stiftung, weil die so Preise verleihen für Energiespar-Ideen. Mit denen haben wir zum Beispiel auch gemeinsam mit den Schülern eine Videokonferenz gemacht. Das war gar kein Problem digital. Unsere Schule ist zum Glück digital ganz gut aufgestellt. 

Außerdem waren sie ansonsten mehr im Wald und haben Müllsammel-Aktionen gemacht oder sie entwickeln z.B. eine Homepage zum Thema Nachhaltigkeit: Wie kann ich mein eigenes, mein persönliches Leben umstellen, um nachhaltiger zu leben? Das finde ich eine tolle Idee für’s Homeschooling. Und die kam wirklich von den Schülern selbst. Ich denke, wenn man ihnen da freie Hand lässt, dann kommen auch ganz viele Ideen.

Ja, das denke ich auch. Gibt es etwas, das du dir noch wünschen würdest bezüglich des Global Goals Kurses?

Also ich persönlich bin der Meinung, dass alle Schüler Deutschlands aller Schulformen so einen Kurs einmal gemacht haben sollten. Ich finde, das sollte fest im KC stehen. Es gibt natürlich bereits den BNE-Erlass, aber was in diesem Rahmen gemacht wird, reicht oft einfach nicht. Ich glaube es muss wirklich ein eigenes Fach geben. Es muss ja nicht Global Goals heißen oder FREI DAY oder wie auch immer. Aber inhaltlich sollte jeder Schüler so etwas einfach mal gemacht haben, finde ich. Das muss für alle fest integriert sein.

Und eigentlich sollte, so wie ich es aus meiner BNE-Ausbildung mitgenommen habe, BNE ein Bestandteil von jedem Unterricht sein – ob Deutsch, Mathe, Englisch, Kunst oder Sport – BNE müsste eigentlich überall einen Platz haben. Wenn das so wäre, dann bräuchte man irgendwann gar nicht mehr den FREI DAY oder Global Goals Kurs, weil es einfach jeden Tag Thema wäre und dieses projektartige Lernen in alle Fächer übergehen würde. 

Das klingt nach einer tollen Vision! Vielen lieben Dank Lara, dass du uns durch deine Erzählungen in euren Global Goals Kurs mitgenommen hast!

Tipps & Tricks von der KGS Pattensen:

  • Schulwald pflanzen: Bereits vor 2 Jahren hat die KGS Pattensen ihren Schulwald gepflanzt in Kooperation mit der Stiftung Zukunft Wald. Der Schulwald trägt nicht nur zu einer Verbesserung der CO2-Bilanz bei, sondern kann auch als Ausgangspunkt für weitere Projekte dienen.
  • Aufbau vielfältiger Kooperationen: Projektarbeit lebt durch die vielfältigen Kooperationen mit außerschulischen Akteur*innen. Die Auswahl der Kooperationspartnerschaften wird an der KGS Pattensen durch die Interessen der Schüler*innen bestimmt. Die Schüler*innen kontaktieren die Partner*innen dann selbstständig und erhalten nur bei Bedarf Unterstützung durch die Lehrer*innen. Insbesondere eine persönliche Vorstellung und Präsentation der Ideen durch die Schüler*innen waren dabei bisher sehr hilfreich.
  • regelmäßige Videokonferenzen: Gerade unter Distanz-Bedingungen ist es wichtig, sich gegenseitig über den Stand der Projekte zu informieren. Daher kommt der Global Goals Kurs zu Beginn und zum Ende jeweils in einer Videokonferenz zusammen. Zwischendurch können die Schüler*innen entweder in Break-Out-Räumen arbeiten oder, wenn es die aktuellen Kontakt-Bestimmungen zulassen, sich an ihren jeweiligen Projektorten treffen.
  • Globals Goals als Wahlpflichtunterricht: In den niedersächsischen Gesamtschulen sind in den Jahrgängen 7 bis 10 zwei- bis vierstündige Wahlpflichtangebote vorgesehen. Insbesondere für Schulen, bei denen die Schulgemeinschaft noch Bedenken bzgl. des FREI DAYs hat, kann dies ein erster Schritt sein, um den Schüler*innen Raum für selbstbestimmte, zukunftsbezogene Projektarbeit zu geben.

Weiterführende Links:

Laura Blum

Laura Blum

Laura Blum hat als Praktikantin bei Schule im Aufbruch Lehrer*innen und Schüler*innen von FREI DAY Schulen zu ihren Erfahrungen mit dem FREI DAY interviewt.

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